Gefunden: eine brauchbare Idee, leicht geknickt
Vier Bilder über eine Idee, die weniger Platz braucht als ihre Erfassung. Fundort: zwischen zwei anderen Zetteln.




Unter dem Tisch lag ein Zettel mit einer Idee. Das wusste ich, weil ich „Idee“ daraufgeschrieben hatte. Der übrige Inhalt war schwieriger zu entziffern.
Ich schreibe häufig in dem Vertrauen, mein zukünftiges Ich werde beim Lesen anwesend gewesen sein. Das zukünftige Ich hält diese Vereinbarung nicht ein.
Der Zettel war an einer Ecke geknickt und hatte einen Ring vom Glasrand abbekommen. Zwischen zwei Linien stand etwas, das entweder „Vogel mit Schalter“ oder „Vogel mit Schulter“ hieß. Beides schien mir nicht völlig unbrauchbar.
Ich legte ihn in eine kleine Schachtel. Dann zeichnete ich diesen Comic.
Vier Bilder aus dem Fundbüro
Bild 1. Der Lokpfogel öffnet eine fast leere Schachtel. Auf dem Boden liegt ein winziger geknickter Zettel. Bildunterschrift: „Fundstück eingegangen.“
Bild 2. Er hält den Zettel hoch und schaut ihn an. Die Schachtel steht offen. Bildunterschrift: „Inhalt noch nicht vollständig geklärt.“
Bild 3. Der Vogel zieht ein großes Formular über den Tisch. Der kleine Zettel liegt daneben. Bildunterschrift: „Erfassung wird vorbereitet.“
Bild 4. Das Formular füllt die Schachtel. Vom Zettel ist nichts mehr zu sehen. Der Vogel schaut unter den Deckel. Bildunterschrift: „Fundstück erneut vermisst.“
Die Bildbeschreibungen sind zugleich die Textfassung des Comics. Wer die Zeichnung nicht sehen kann, soll nicht auf eine Meldung mit dem Inhalt „lustiger Vogel“ angewiesen sein.
Die echte Schachtel ist inzwischen ebenfalls voll. Es liegt sehr wahrscheinlich etwas Brauchbares darin. Ich erkenne nur meine eigene Beschriftung nicht wieder.
Wie ich aus so einer kleinen Verwechslung vier Comicbilder mache, habe ich auf einem anderen Blatt festgehalten. Die Schachtel muss dafür nicht vollständig sortiert werden.
